Die Aliens wollen deine Aufmerksamkeit. Worauf deine Aufmerksamkeit gerichtet ist, bestimmt deine Wirklichkeit. Darum wird dir stündlich, ja halbstündlich ein Weltbild über Nachrichten vermittelt. Ein Weltbild aus Belanglosigkeiten, Übertreibung, Terror, Katastrophen, Ängsten, Ideologien, Schuld und Schulden, Recht und Gesetz. Nachrichten sind ein Mittel, dich schlecht fühlen zu lassen, um dir anschließend Werbeprodukte anzupreisen, die dir ein besseres Gefühl versprechen. Das Universum nimmt dabei an, dass deine Aufmerksamkeit den Dingen gilt, die du liebst (oder hasst). Also gibt es dir mehr davon. Es lässt die Aliens gewähren.

Sie sind überall. Zwischen Politik, Wirtschaft und Medien gibt es fliegende Wechsel wie Untertassen. Leute aus Großverlagen werden zu Sprechern der Regierung, ehemalige Regierungssprecher zu Intendanten bei öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Ein wesentliches Merkmal von autoritären Staaten ist, dass sie die Presse und Justiz im Sack haben. Wer sich nicht im „liberalen“ Meinungskorridor bewegt, dem zeigen die Aliens ihr hässliches Gesicht.

Furcht [ist] recht nützlich für das glatte Funktionieren einer geordneten Gesellschaft. Eine Bevölkerung, die vor der Obrigkeit in ihrer unterschiedlichen Gestalt – seien es Supermärkte, Banken, Schulen oder Chefs – und vor anderen Menschen Angst hat, ist gefügiger. Wenn du verängstigt bist, wirst du vermutlich nicht rebellieren, sondern schwer arbeiten und eine Menge Geld ausgeben. Die Furcht veranlasst uns, das Leben zu beobachten, statt es zu führen. Wir sind keine Teilnehmer, sondern Zuschauer.

– Tom Hodgkinson: Die Kunst, frei zu sein. Handbuch für ein schönes Leben. Berlin und München: 42007, S. 152

Denkst du, die Aliens haben die Erde im Griff? Wenn wir uns den weltweiten Maskenball anschauen, könnte man das meinen. Immerhin lernen zurzeit viele, wie wichtig Atmen ist, wichtiger als Trinken und Essen. Ob „Klimakrise“ oder „Pandemie“ – die Wissenschaft trägt mittlerweile religiöse Züge und zeigt fundamentalistische Merkmale, die wir sonst nur von Religionen und Sekten kennen. Auffällig viele junge Leute (die sich sonst gegenüber Religionen und Spiritualität als Skeptiker geben) vertrauen der Wissenschaft blind. Dabei ist ein großer Teil der modernen Naturwissenschaft hochspekulativ; er stützt sich auf mathematische Modelle und Computersimulationen, die von der Wirklichkeit oft abgekoppelt sind und den Menschen dem Leben entfremden.

Die oft grobe Streuung der gewonnenen Messdaten wird mit Blick auf die favorisierte Anordnung, die Wunschkurve einer Theorie, faktisch manipuliert oder frisiert: Die nicht passenden Daten gelten als Messungenauigkeiten, „Schmutzeffekte“ oder ähnliches, die passenden werden in geglätteter Form der Öffentlichkeit präsentiert.

– Jochen Kirchhoff: Das kosmische Band. Der Mensch und seine Bedeutung für das Ganze. Klein Jesedow: 2010, S. 21.

Wissenschaft und Wahrheit sind fraglich geworden. Jede Meinung kann sich als Wahrheit gebärden, jede anderslautende Meinung als politisch gefärbte Konstruktion diffamiert werden. Wissenschaft und Wahrheit sind zum politischen Kampfmittel geworden. Viele vermeintliche Erkenntnisse dienen dazu, Ängste zu schüren als Instrument der Kontrolle. Oder es geht um Profit. Die Erregungskurve ist hoch. Die Debatten sind flach. Das Vertrauen ist dahin. Jeder glaubt, dass er mit seinem jeweiligen Meinungsnarrativ mehr an wahrem Gehalt weiß, als alle anderen. Du auch?

Was soll das für eine Welt sein und werden, in der nur eine Sicht der Dinge akzeptiert wird? Welche Sichtweise richtig war, entscheidet sich erst im Nachhinein. Die Wahrheit von morgen ist eine andere als heute. Unser Denken ist ein Vorgang in Raum und Zeit.1

Der Kosmische Mensch weiß, dass die Wahrheit multidimensional ist, viele Perspektiven zulässt und oftmals nonverbal bleibt. Als Außerirdische staunen wir wie die klassischen Philosophen und sind bereit, zu erkennen, dass wir nichts wissen. Die Bereitschaft, sich und sein Wissen immer wieder infrage zu stellen, schützt uns vor der Invasion der Aliens, die einen Kampf um unsere Köpfe und unsere Lebenszeit führen. Das neue Bewusstsein ist ein Bewusstsein der Stille, ein Bewusstsein der Leere, die potenziell die geistige Fülle trägt. Das neue Bewusstsein ist ein aktives und kreatives Bewusstsein. Es ist Erlebnis. Es lässt sich nicht berechnen oder simulieren. Es kann mit Worten eigentlich überhaupt nicht beschrieben werden. Es lässt sich niemals vollkommen erfassen.

1 Jiddu Krishnamurti: Das Netz der Gedanken. Reden in Saanen 1981. Hoferau-Heimen: 1983, S. 23

Kategorie: Alte Welt

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